#starkfuercoesfeld

Lose für Parteilose

Bei Wahlen soll man nicht losen. Ist schon klar. Aber hier passt es: In den Lostrommeln der Kommunalwahlen sind wieder viele parteilose Lose. Das ist gut so.

Blickt man in unsere Nachbarschaft, gibt es beinahe überall nicht nur unabhängige Wählergemeinschaften (wie Pro Coesfeld), sondern auch unabhängige Bürgermeister(kandidaten). Unsere Lokalzeitung titelte 2015: „Siegeszug der Parteilosen“. Damit waren die Bürgermeister/innen genannt, die damals siegten.

Um Coesfeld wimmelt es von unabhängigen Bürgermeister/innen: Billerbeck, Havixbeck, Rosendahl, Velen, Ahaus, Wettringen, Heek, Saerbeck, Senden … Und beinahe in allen Kommunen hat es zumindest einmal einen politischen Wechsel im Bürgermeisteramt gegeben.

Und Coesfeld? Zieht jetzt natürlich nach! Wo man zudem eine solche Kandidatin hat, die Bürgernähe nicht nur auf Plakaten praktiziert, die ein innovativer, unabhängiger Kopf ist und der Einparteienwirtschaft ein Ende machen wird.

 

Von Ochsen, Köpfen und Plakaten

Zum Glück gelten auch im Wahlkampf klare Regeln. Regeln für alle ... nur nicht für die CDU. Ihre Plakate hat sie zum Beispiel gleich viel größer angelegt als erlaubt – aus Versehen natürlich. Und noch eine weitere „Panne“ ist der CDU in vielen Kommunen unterlaufen: die eigentlich verbotene Verwendung des Stadtwappens auf Parteiplakaten. Und so kann sich auch in Coesfeld unser guter alter „Ossenkopp“ nicht dagegen wehren, auf die Werbepappen der einstigen Mehrheitspartei gezerrt zu werden. Ob er sich da wirklich wohlfühlt?

Das Stadtwappen als Wahlkampflogo – das ist kein Versehen, sondern es drückt eine Haltung aus, die sich etwa so formulieren ließe:

„Uns als großer Partei gehört diese Stadt, das war schon immer so, das soll wieder so werden; wir lenken die Dinge im Einklang mit der Verwaltung, die einer unserer Leute leitet; wir wollen nur das Beste, für die Stadt und für die Partei, und wenn wir den eigenen Leuten einmal zu einem öffentlichen Auftrag verhelfen können – na, was ist denn schon dabei? Wer uns kritisiert, hat in unserem schönen Coesfeld nichts verloren.“


Vettern, Cousinen und Onkel


Vetternwirtschaft? Was und wie? Das kann man in den letzten Wochen in unserer Stadt studieren. Einerseits die Auftragsvergabe an Parteifreunde beim Skandalfall „Grimpinger Hof“, dann die Pöstchenschieberei im Stadtmarketingverein. Wer da welchen Posten kriegt, soll die CDU bestimmen bzw. vorsortieren.

Auffällig ist, mit welcher Selbstverständlichkeit das gemacht wird. Ähnlich auch die sog. Neutralität des Bürgermeisters, mit der es so weit her ist, wie es nützt. Der CDU-Nachfolger wird seit Jahren aus dem Rathaus medienwirksam mit Auftritten versorgt und die übergroße CDU-Plakatierung mit Sonderregelungen aus dem Rathaus unterstützt. (Vielleicht steht daher auf allen CDU-Plakaten das hoheitliche Stadtwappen.)

Was ist schon dabei? Dabei sind Vettern, Cousinen und Onkel …

 

 

auswandern nach Gescher

Sollte Pro Coesfeld nicht nach Gescher auswandern? Die in Gescher haben es gut. Die machen, was wir auch seit langem wollen.

Die Erste Beigeordnete lud ihre MitbürgerInnen zum zweiten Mal zu einem Kulturworkshop für Kulturentwicklung ein. Und zwei der drei Bürgermeisterkandidaten sind für ein Jugendparlament.

Und hatte nicht der CDU-Ratskandidat Markus Köchling (in einem unseligen AfD-Stil) geraten, Pro Coesfeld solle doch auswandern, wenn uns sein Grimpinger Hof nicht gefällt? Dieser Stadtparkzoo soll von der Stadt mit jährlich 100.000 € subventioniert werden und wurde heftig kritisiert, weil der Ratskandidat Herr Köchling damit selbst Geld verdienen will.

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