In einer Pressemitteilung hatte Pro Coesfeld sich sehr kritisch zu den Erweiterungsplänen der Firma Westfleisch geäußert. Im Planungsausschuss schienen die Vertreter der Wählergemeinschaft dem Vorhaben dann trotzdem zugestimmt zu haben, so jedenfalls der erste Eindruck, der für Irritationen sorgte.

An der Haltung der Wählergemeinschaft hat sich allerdings tatsächlich gar nichts geändert.

Zur Abstimmung stand zunächst lediglich die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens. Erst im Rahmen dieses Verfahrens haben die Bürger und Anwohner die Möglichkeit, ihre Einwände und Bedenken vorzubringen. Nur um diese Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, hat auch Pro Coesfeld dem Aufstellungsbeschluss zugestimmt; mit einer Zustimmung in der Sache hat das nichts zu tun.

Laut Sitzungsvorlage sollen bis zum Sommer 2020 die erforderlichen Gutachten vorliegen, auf dieser Grundlage wird dann die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen. Welche Belastungen oder Entlastungen in Sachen Verkehr und Emissionen auf die Anwohner zukommen, wird sich anhand der Gutachten etwas besser einschätzen lassen; Auch in Sachen     Wasserentnahme und Grundwasserabsenkung soll es noch Gutachten geben. Anwohner wie Ratsvertreter sollten diese Ergebnisse abwarten, sie dann aber sehr genau analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.