Sachgerechte Entscheidung unmöglich gemacht. (pdf-Datei)
Ein Kommentar von Günter Hallay.

Wäre die CDU eine Reederei, hätte sie im wahrsten Sinne des Wortes wieder mal etwas vom Stapel gelassen. Die an alle Haushalte verteilte Broschüre CDU 2019 „Coesfeld.Heimat.Zukunft“ ist zwar schön bunt, aber textlich eher einfarbig. (pdf-Datei)

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren,

ich stehe hier, um über den Haushalt zu reden und nicht um den Pulitzer-Preis zu erhalten. Das überlasse ich dem folgenden Redner, der in seiner letzten Haushaltsrede öfter „Pro Coesfeld“ erwähnte als den Begriff „Haushalt“. Für uns gibt es andere Schwerpunkte.

Zunächst sprechen wir unseren Dank aus an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die täglich ihre Serviceleistung für unsere Bürger erbringen. Als ehemaliger Verwaltungsbeamter weiß ich, was es heißt, mit ständiger Arbeitsverdichtung zu leben oder gemeinsam im Team z. B. einen langfristig erkrankten Kollegen zu ersetzen.

Zwei gesellige Ereignisse bestimmten bei der freien Wählergemeinschaft Pro Coesfeld den etwas verspäteten Jahresauftakt: Vorsitzender Eberhard Ernsting hatte alle Mitglieder aus Vorstand und Fraktion sowie die sachkundigen Bürger, die die Wählergemeinschaft in den Ausschüssen vertreten, gemeinsam mit ihren Partnern zu einem historischen Stadtspaziergang eingeladen. Gern lauschten die Teilnehmer den kurzweiligen Erläuterungen des Stadtführers Friedhelm Becker, der die Pro Coesfelder zu den Orten der alten Befestigungsanlagen führte, viel Wissenswertes vermittelte und allerlei sehenswerte historische Anschauungsobjekte präsentierte.

In der Diskussion um die Neugestaltung des Bahnhofs plädieren Vorstand und Fraktion von Pro Coesfeld für eine sachliche Herangehensweise, betonen aber gleichzeitig, dass sich an der Einschätzung der Lage aus Sicht der Wählergemeinschaft bisher nichts geändert habe: Angesichts der Verluste an identitätsstiftender Bausubstanz durch den Krieg und rücksichtslosen Umgang mit dem Erbe in den 1960er- und 1970er-Jahren bis hin zu Verlusten in jüngster Zeit hält die Wählergemeinschaft einen Abriss des markanten mittleren Gebäudeteils am Bahnhof für nicht hinnehmbar. Wünschenswert sei ein Erhalt dieses mittleren Elements, gegen einen Abriss der Seitenflügel habe man keine Einwände. Nur im äußersten Notfall könne man über eine Lösung nachdenken, die lediglich die Fassade bewahre oder als architektonisches Zitat integriere. Die Wählergemeinschaft werde, so die Fraktion, zeitnah konkrete Anregungen vorstellen.