Sonntag, 05. Februar 2012
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Pressemitteilung: Museumsprojekt „Das TOR“ Drucken E-Mail
Auf der Klausurtagung von Pro Coesfeld zum Thema „Haushalt 2010" (weiterer Bericht folgt) stand ein brisantes Thema ganz oben auf der Tagesordnung: Vorstand, Fraktion und sachkundige Bürger diskutierten über die angestrebte Neugestaltung des Stadtmuseums. Dabei beleuchteten die Pro Coesfelder noch einmal die Vorgeschichte: 2006 und 2007 hatten engagierte Coesfelder Bürger ein fundiertes Konzept für eine dringend erforderliche Neugestaltung des Museums vorgelegt. Ein zentrales Anliegen dieses Konzeptes war es, in Zeiten dramatisch leerer Kassen fast vollständig auf den Einsatz ehrenamtlicher Helfer zu setzen - entstehen sollte also ein Museum von Bürgern für Bürger, das den städtischen Etat nicht belasten würde und bei dessen Ausbau keine Rechnungen anfallen sollten, die künftige Generationen zu bezahlen hätten. Die Bereitschaft der Ehrenamtlichen, die sich zu Arbeitsgruppen zusammenfanden, war groß; Handwerker hatten ihre Hilfe zugesagt, und zur Deckung von Kosten sollten systematisch mögliche Sponsoren angesprochen werden. Im Februar 2006 stimmte der Kulturausschuss diesem Konzept zu, für das damals ein Zuschuss von 21.000 Euro aus städtischen Mitteln veranschlagt wurde. Pro Coesfeld hatte sich zwar nicht mit dem Vorschlag durchgesetzt, diese städtischen Mittel noch zu reduzieren, hat das damalige Gesamtkonzept aber ausdrücklich befürwortet und mitgetragen.
Nicht befürworten kann Pro Coesfeld allerdings die Entwicklung, die das Projekt mittlerweile genommen hat: Die gestalterischen Ansätze des damaligen Entwurfes gelten zwar noch, die Einbindung von Sponsoren und Ehrenamtlichen scheint aber in Vergessenheit geraten zu sein. Stattdessen wird jetzt großzügig mit öffentlichen Mitteln kalkuliert: mit 900.000 Euro Gesamtkosten (die sich vielleicht durch Fördermittel reduzieren lassen) und mit einem städtischen Eigenanteil von mindestens 138.500 Euro allein im Jahr 2010.
Diesen Weg kann und will Pro Coesfeld nicht mitgehen. In Zeiten, in denen die kommunalen Einnahmen bedrohlich schrumpfen und Einsparungen in fast allen Etats zwingend erforderlich sind, hält Pro Coesfeld einen derartigen Museumsneubau aus Steuermitteln für unangemessen. Das muss aber nicht gleich heißen, auf ein gutes Konzept zu verzichten: Pro Coesfeld fordert stattdessen eine komplette Kehrtwende - eine Rückkehr zum ursprünglichen Ansatz eines „Bürgermuseums", dessen Gestaltung vorwiegend in den Händen von Ehrenamtlichen liegt. Als ersten Schritt regt Pro Coesfeld die Gründung eines Fördervereins an, der maßgeblich an der Umgestaltung zu beteiligen wäre. Am mangelnden Einsatz der Bürgerinnen und Bürger, da ist sich Pro Coesfeld sicher, wird das Projekt gewiss nicht scheitern.
 

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