Sonntag, 05. Februar 2012
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Hintergründe zum letzten Leserbrief von Herrn Kraska Drucken E-Mail
Leider müssen wir an dieser Stelle einige Hintergründe beschreiben, die den Bürgerinnen und Bürgern ansonsten verborgen bleiben und eigentlich auch nicht in die Öffentlichkeit gehören.

Es geht um die zunehmenden Angriffe des FDP-(Fraktions-)Vorsitzenden Wolfgang Kraska gegen unsere Wählergemeinschaft und ihre Mandatsträger, die nun die sachliche Arbeit für unsere Stadt zu beeinträchtigen beginnen (s. sein emotionaler Leserbrief vom 1. Oktober 2009 in der AZ über das EIWO-Gelände; dazu der Antwort-Leserbrief vom 7. Oktober 2009).

Warum diese Emotionen in einer Sachfrage? Das hat eine Vorgeschichte. Die FDP war in der Pro Coesfelder Rundschau Nr. 10 im Rahmen einer Parteienanalyse vor den Kommunalwahlen so beschrieben worden:
„Ihr Vorsitzender Kraska steuert einen Schlingerkurs zwischen verwaltungskritischem Populismus und Selbstverleugnung: Er schaffte es, in derselben Ratssitzung dem Bürgermeister Heinz Öhmann (CDU) ‚vorbildhafte Arbeit' zu bescheinigen und gleich darauf dessen Schulden-Haushalt abzulehnen. Bei der medialen Inszenierung der Kandidatur von Heinz Öhmann ließ er sich werbewirksam einspannen, fehlte aber bei wichtigen Sitzungen von Rat und Ausschüssen."

Daraufhin brach Herr Kraska die persönlichen und politischen Kontakte zu Pro Coesfeld ab und ging auf vielfältige Versöhnungsgesten nicht ein. Wir versuchten Herrn Kraska zu erklären, dass (zumal vor Wahlen) solche klaren und mitunter harten Analysen ihre Berechtigung haben müssen - auch die von ihm als so „diffamierend" empfundenen Hinweise auf Abwesenheiten seiner Person bei Gremiensitzungen, die ja leider den Tatsachen entsprechen. Dieses haben wir Herrn Kraska mit Angabe seiner Fehlzeiten auch so mitgeteilt. Denn beim Fehlen seiner Person (und z. T. seines Fraktionskollegen) ist die Wählerschaft der FDP bei Beratungen und Abstimmungen gar nicht mehr vertreten (was natürlich bei größeren Fraktionen so rasch nicht eintritt)! Abwesenheiten in Sitzungen hatten übrigens auch bei der Europa-Wahl im Fall von Silvana Koch-Merin (FDP) zu Diskussionen - auch im Europa-Parlament selbst - geführt.

Herr Kraska empfindet solche Hinweise vor der Wahl als „persönliche Diffamierung", wir als sachlich aufklärend. Darüber kann man streiten und wir bedauern außerordentlich, dass sich Herr Kraska hier so in seiner Person getroffen fühlt. Wir möchten ihn aber im Sinne einer guten Arbeit für unsere Stadt bitten, seine persönlichen Emotionen nicht den Debatten um Sachfragen, hier z. B. das EIWO-Gelände, überzustülpen und aus der Suche nach den besten Wegen für unsere Stadt quasi einen privaten Vergeltungskampf zu machen. Inhaltliche Argumente dürfen nicht mit privaten Motiven verwechselt und vermischt werden. Dann können wir uns bald die Suche nach besten Lösungen für unsere Stadt sparen!

Die FDP muss in ihrer Arbeit für die Stadt und in der politischen Zusammenarbeit glaubwürdig bleiben. Wir brauchen in den Gremien eine FDP, die unabhängig, sachlich und mit Augenmaß Kommunalpolitik betreibt!

 

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